Historie
HISTORIE des Messegeländes Gießen „HESSENHALLEN“
Das in den 1950er-Jahren errichtete Gelände der heutigen HESSENHALLEN war ursprünglich als städtischer Viehhof konzipiert. Bereits mit seiner Inbetriebnahme etablierte sich das Areal als fester Standort für das regionale Marktgeschehen, insbesondere für Versteigerungen und vergleichbare Fachveranstaltungen.
In der Folgezeit wurde dieser Nutzungsrahmen durch die Stadt Gießen sukzessive erweitert; es entwickelten sich regelmäßig wiederkehrende Messe- und Veranstaltungsformate wie die Verbrauchermesse „Mittelhessenschau“, die Baumessen „Planen, Bauen, Wohnen“ sowie weitere publikumsbezogene Veranstaltungen, welche die Bedeutung des Geländes als überregionalen Anziehungspunkt festigten.
Seit 1981 ist das städtische Gelände im Bebauungsplan offiziell als Sondergebiet Ausstellungsgelände ausgewiesen, womit die langfristige Bestimmung des Areals für das Messewesen auch planerisch festgeschrieben wurde. Ab 1995, mit dem Übergang auf eine neue Pächterin, entwickelte sich die Zahl der Veranstaltungen auf dem Messegelände dynamisch. Die Kommune legte dabei Wert darauf, dass die Verbindung zur Stadt durch die Aufnahme des Stadtnamens in die Firmenbezeichnung sichtbar blieb. Wer das Gelände heute sucht, findet auf dem kommunalen Stadtplan unter „MESSE GIESSEN“ und in der Stadt selbst durch die Beschilderung „HESSENHALLEN“ eine klare Orientierung – eine bewusste Unterscheidung zu den traditionellen Volksfesten (Frühjahrsmesse, Herbstmesse), die an anderer Stelle im Stadtgebiet stattfinden, wodurch die Hessenhallen als feste Institution im Gießener Stadtleben hervorgehoben werden.
Die positive Entwicklung des Veranstaltungswesens veranlasste die Stadt Gießen in der Folge – gestützt auf von Wirtschaftsprüfern erstellte Gutachten – zur gezielten Erweiterung des Standorts. Mit Förderbescheid des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft vom 07.08.2003 erhielt die Stadt Gießen Mittel zur Verbesserung der Veranstaltungsbedingungen, welche direkt in die Modernisierung der bestehenden Hallen und Flächen flossen, um deren Zukunftsfähigkeit für die Region zu sichern. Mit EU-Mitteln wurden eine neue Zufahrtstraße zum Messegelände und Parkplätze realisiert.
Um der erfolgreich agierenden Pächterin mehr Sicherheit für Investitionen zu geben, schloss die Stadt Ende 2006 einen Erbbaurechtsvertrag ab. Die Stadt bekräftigte damit ihr Bestreben, das Messegelände als zentralen Baustein der regionalen Standort- und Wirtschaftspolitik weiter zu fördern. Der damalige Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann unterstrich diesen gemeinsamen Weg mit der MESSE GIESSEN als PPP-Modell bei der Vertragsunterzeichnung :
„Dank dieser Partnerschaft wird Gießen Mittelhessens Messestandort Nummer Eins bleiben und sich auch als Veranstaltungsort von Marburg und Wetzlar abheben.“